Thun: Weg für Empa-Neubau so gut wie frei

Eine Finanzierungslösung für ein Projekt der Halter AG braucht nur noch die Zustimmung des Thuner Stadtrats, die Baubewilligung liegt auch schon vor.

In Thun Nord sollen zahlreiche Arbeitsplätze entstehen. (Bild: Stadt Thun)

Die Finanzierungslösung für einen Neubau auf dem Baufeld B5 des Areals Thun Nord liegt vor. Geplant ist, dass die Stadt 16 Mio. CHF als gesichertes, rückzahlbares Darlehen beiträgt und die Bürgschaft für ein Darlehen des Kantons Bern übernimmt. Der Stadtrat muss allerdings am 30. April über den Vorschlag befinden. Mittlerweile liegt auch die notwendige Baubewilligung für die erste Etappe auf dem Baufeld B5 vor.

Die Eidgenössische Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (Empa) betreibt seit 1994 einen Forschungsstandort in Thun. Die Investitionskosten für das neue Gebäude belaufen sich auf 47 Mio. CHF. «Die Empa sichert langfristig hochqualifizierte Arbeitsplätze in Forschung und Entwicklung, generiert regionale Wertschöpfung und stärkt Thun als Technologie- und Innovationsstandort innerhalb des Kantons Bern», begründet Stadtpräsident Raphael Lanz den geplanten Zuschuss. Die Finanzierung wird durch vier Parteien getragen. Der Kanton Bern hat eine Absichtserklärung für ein Darlehen in der Höhe von 10 Mio. CHF abgegeben. Die Empa investiert selbst 16 Mio. CHF in Labore und in die Technikzentrale. Zudem beteiligt sich die Halter AG, welche Entwicklungspartnerin des Baufeldes ist, mit 5 Mio. CHF. Die Finanzierung erfolgt über eine neu zu gründende Arealentwicklungsgesellschaft. Das Ziel ist es, nach vollständiger Umsetzung des Projektes mit allen Etappen, das Engagement der Arealentwicklungsgesellschaft an einen Investor zu übertragen.

Einsprachen verzögerten das Projekt

Die Halter AG reichte im Jahr 2024 das Baugesuch für den neuen Forschungsstandort ein. Einsprachen verzögerten den Prozess um rund ein Jahr. Inzwischen sind sie bereinigt, weshalb die Baubewilligung vorliegt. Der Baubeginn erfolgt im Frühling 2027, die Fertigstellung ist Ende des Jahres 2029 geplant.

Auf dem Areal des ESP Thun Nord entsteht langfristig ein neuer Stadtteil. Neben dem ersten konkreten Vorhaben auf dem Baufeld B5 spielt die geplante S-Bahn-Haltestelle «Thun Nord» eine zentrale Rolle. Das Gesamtpotenzial des ESP Thun Nord wird mit rund 6.500 Arbeitsplätzen angegeben. Die freiwerdenden Flächen werden etappenweise entwickelt und schrittweise von militärischer und armeenaher zu ziviler Nutzung transformiert.

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