Allreal: Ergebnis inklusive Neubewertung wächst um 3,7%
Der Immobilienbestand verzeichnete leicht tiefere Mieteinnahmen, während die Gewinne aus Stockwerkeigentumsverkäufen deutlich zulegten.

Im Geschäftsjahr 2025 hat Allreal das Unternehmensergebnis einschliesslich Neubewertung um 3,7% auf 219,3 Mio. CHF verbessert. Ohne Neubewertungseffekt ging das Ergebnis allerdings von 122,7 Mio. auf 122,1 Mio. CHF leicht zurück. Die Ausschüttung soll bei 7,00 CHF konstant bleiben.
Höhere Leerstandsquote im Bestand
Beim eigenen Immobilienbestand resultierte ein Rückgang des operativen Ergebnisses von 123,0 Mio. auf 113,8 Mio. CHF. Insbesondere wegen Verkäufen und einem Projektstart gingen die Mieterträge von 221,3 Mio. auf 204,0 Mio. CHF zurück. In den kommenden Jahren werden wieder steigende Mieterträge erwartet, kündigt Allreal an. Die Leerstandsquote stieg im Geschäftsjahr von 1,6% auf 3,4%. «Haupttreiber sind die noch freien Flächen an der Freiburgstrasse in Bern, in einer Büroliegenschaft am Flughafen in Genf sowie frei gewordene Flächen auf dem Richtiareal in Wallisellen», heisst es in einer Mitteilung. Aus Verkäufen in Bülach und Basel zu 9% über Buchwert resultierte ein Erfolg aus Verkauf von Anlageliegenschaften von 2,6 Mio. CHF. Die Aufwertung des Portfolios erhöhte sich gegenüber Vorjahr von 121,3 Mio. auf 125,0 Mio. CHF.
Gewinn mit Stockwerkeigentum steigt
Im Segment Entwicklung & Realisation erhöhte sich der Erfolg aus Geschäftstätigkeit von 42,8 Mio. auf 52,9 Mio. CHF. Das Segment profitierte vor allem vom deutlich gestiegenen Erfolgsbeitrag aus dem Verkauf von Stockwerkeigentum. Dieser stieg von 11,2 Mio. auf 21,1 Mio. CHF. Haupttreiber war das Projekt an der Spiserstrasse in Zürich-Albisrieden. Ebenfalls beigetragen haben die Projekte an der Avenue de l’Amandolier in Genf und an der Avenue du Curé-Baud in Petit-Lancy.
In der Realisation sei die Talsohle durchschritten, so die Allreal. Das Bauvolumen stieg von 248,1 Mio. auf 282,6 Mio. CHF. Dabei sei zu beachten, dass im Vorjahr in der Westschweiz noch Bauleistungen für Dritte erbracht worden waren. Der Anteil der Eigenprojekte erhöhte sich auf über 40% von rund einem Drittel im Vorjahr. Der Erfolg aus Realisation blieb mit 17,3 Mio. CHF nahezu stabil (Vj.: 17,6 Mio.). Das Unternehmensergebnis im Segment Entwicklung & Realisation verbesserte sich in der Summe von 3,0 Mio. auf 10,7 Mio. CHF.
Leerstand soll 2026 wieder sinken
Für das Geschäftsjahr 2026 geht Allreal von einem höheren operativen Ergebnis und stabilen Bilanzkennzahlen aus. Im Segment Immobilien sollen die Mieterträge wieder zunehmen. Zudem ist im ersten Halbjahr mit einem substanziellen Erfolgsbeitrag aus dem Verkauf von Anlageliegenschaften zu rechnen. Die Leerstandsquote werde im Verlauf des Jahres wieder sinken, heisst es. Im Segment Entwicklung & Realisation erwartet Allreal leicht steigende Gewinne aus dem Verkauf von Stockwerkeigentum, ein leicht höheres Bauvolumen und einen stabilen Betriebsaufwand. Die Finanzierungskosten werden hingegen leicht ansteigen. (aw)



