Basel: Rhystadt AG plant Abrisse
Der Kanton Basel hat wegen Schadstoffbelastung einige Gebäude auf dem Industrieareal Klybeck aus der Liste der schützenswerten Bauten entlassen.

Die Rhystadt AG hat beim kantonalen Bau- und Gewerbeinspektorat ein Gesuch für den Rückbau von sieben ehemaligen Fabrikationsgebäuden eingereicht. Die Bauten waren zuvor von der kantonalen Denkmalpflege aus dem Inventar der schützenswerten Bauten des Kantons Basel-Stadt entlassen worden. Grund für die geplanten Abrisse seien Schadstoffbelastungen aus früherer industrieller Nutzung der Gebäude.
Konkret geht es um die Gebäude WKL-370-373, 375, 379 und 381. Hinsichtlich der Schadstoffbelastung fanden «vertiefte» Untersuchungen statt, teils unter Hinzunahme von Experten des Bundes. «Die Beurteilung hat ergeben, dass selbst bei umfassenden Sanierungsmassnahmen ein gesundheitliches Restrisiko nicht vollständig ausgeschlossen werden kann und die Gebäude deshalb nicht schutzfähig sind», schreibt Areal-Eigentümer Rhystadt.
Abriss weiterer Gebäude steht bereits fest
Auf dem Gelände soll ein Quartiers mit vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten und hoher Aufenthaltsqualität entstehen. Für die Gebäudenachbarn der eben erwähnten Bauten, also die Hausnummern 374, 376, 378 und 380, verfügt Rhystadt bereits über eine rechtskräftige Abbruchbewilligung.
Das Richtprojekt «Klybeckplus» sieht für den Arealteil an der Mauerstrasse Nord weiterhin eine zonenkonforme gewerbliche Nutzung mit Neubauten vor. Hinter Rhystadt steht die Central Real Estate Holding AG, die von Schweizer Pensionskassen, Anlagestiftungen und Versicherungen im Mai 2019 gegründet wurde. Das Klybeck-Quartier in Basel ist das erste Projekt der Gruppe.


