Zug: «Metalli»-Referendum kommt

Die Gegner des Verdichtungsprojekts, in dessen Rahmen auch preisgünstige Wohnungen entstehen sollen, haben die für ein Referendum nötige Zahl an Unterschriften bei der Stadt eingereicht.

Die bestehende Metalli in Zug soll verdichtet werden (Visualisierung: © Zug Estates)

In Zug ist das Referendum gegen den Bebauungsplan «Metalli» zustandegekommen. Initiiert wurde es von der Interessengemeinschaft IG-Metalli, die sich am 1. Dezember gebildet hatte. Am 22. Dezember sind dann 975 Unterschriften bei der Stadtverwaltung eingereicht worden. Das notwendige Quorum liegt bei 500 beglaubigten Unterschriften.

Im November hatte der Grosse Gemeinderat von Zug den Bebauungsplan genehmigt. Zug Estates will das ehemalige Industrieareal mit dem Shoppingcenter weiterentwickeln und dabei 160 neue Wohnungen schaffen, davon würden 130 zusätzlich entstehen. Insgesamt 64 Wohneinheiten sind als preisgünstige konzipiert. Städtebaulich ist u.a. vorgesehen, dass der neue Metalliplatz als Verbindung zum Bahnhofareal fungiert. Das Konzept umfasst auch Aufstockungen und ein Hochhaus mit einer Höhe von 80 Metern. Die charakteristische Architektur des Areals mit Glasdächern, Arkaden und den typischen Materialien werde in den Plänen aufgenommen, teilte Zug Estates am Start des Bewilligungsprozesses mit.

Die Gegner argumentieren für den Erhalt der «architektonischen Komposition» des ehemaligen Industrieareals. Der aktuelle Bebauungsplan sehe den Abriss wesentlicher Gebäudeteile vor, so etwa der Häuserflucht zur Baarerstrasse. Auch gegen das geplante Hochhaus wenden sich die Kritiker. (aw)

 

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