Bundes-Asylzentrum entsteht in Muttenz
Auf dem Gelände der ehemaligen Deponie Feldreben in Muttenz wird ein Bundes-Asylzentrum entstehen. Ab August sollen dort zunächst 500 Asylsuchende untergebracht werden, bei Bedarf kann das Zentrum auf bis zu 900 Plätze erweitert werden. Das rund 52.000 qm grosse Gelände wird derzeit als Lastwagenterminal genutzt.

Das Baugesuch für das temporäre Zentrum liegt inzwischen öffentlich auf. Untergebracht werden sollen die Asylsuchenden in Wohnmodulen aus Gasbetonplatten und Holz-Brandschutzplatten. Geplant sind zu dem Spielplatz, ein Kletterplatz und Sportanlagen.
In dem Muttenzer Zentrum sollen sich die Asylsuchenden nur zwei Wochen aufhalten, sie sollen dort registriert, sicherheitsüberprüft und «grenzsanitarischen Massnahmen» unterzogen werden, heisst es beim Bund. Derzeit führt das Staatssekretariat für Migration (SEM) 20 Asylzentren mit rund 5.000 Unterkunftsplätzen.
Die Nutzung des Geländes ist ab Inbetriebnahme vorerst auf zwei Jahre befristet vorgesehen, eine Verlängerung könne jedoch vor Ablauf der zwei Jahren neu verhandelt werden, sofern dies der Zeitplan der Deponie-Sanierung zulasse. Eine dauerhafte Nutzung ist wegen der bevorstehenden Altlastensanierung nicht möglich. Laut einem Gutachten des Kantons stellt eine temporäre Wohnnutzung keine Gefährdung für die untergebrachten Personen dar. (ah)



