Bern: Mehr als doppelt so viele Wohnungen auf Mädergut
Ein städtisches Areal soll durch 200 neue Wohnungen massiv verdichtet werden.

Laut einer Mitteilung der Stadt Bern soll im Mädergut in Bümpliz das Potenzial für mehr als doppelt so viele, überwiegend preisgünstige Wohnungen gehoben werden. Ergänzend sollen quartiernahe und publikumsorientierte Nutzungen das Quartier beleben. Für die geplante Entwicklung ist eine Anpassung der baurechtlichen Grundordnung nötig. Der Gemeinderat hat die entsprechende Planungsvorlage zur öffentlichen Mitwirkung verabschiedet. Diese dauert vom 9. Februar bis 13. März 2026.
Das Mädergut-Areal liegt zwischen der Bottigenstrasse und der Mädergutstrasse. Die Stadt Bern als Eigentümerin des Areals will mehr bezahlbaren Wohnraum schaffen und gleichzeitig das Quartier beleben. Insgesamt soll das Areal zukünftig rund 350 Wohnungen umfassen können, heute sind es 145. Auf den Parzellen des Fonds für Boden- und Wohnbaupolitik der Stadt Bern sind 100 % preisgünstige Wohnungen vorgesehen. Auf der Parzelle des städtischen Gfeller-Fonds soll mindestens ein Drittel der Wohnungen in Kostenmiete vermietet werden.
Der Gemeinderat hat die Zone mit Planungspflicht «ZPP 9 – Mädergut» erarbeiten lassen und nun zur öffentlichen Mitwirkung verabschiedet. Die ZPP sieht eine etappierte Umsetzung vor. Dafür wurde das Areal in unterschiedliche Sektoren aufgeteilt, in denen basierend auf einer städtebaulichen Studie das jeweilige Nutzungsmass sowie die Höhenentwicklung definiert sind. In einem ersten Schritt wird der Bereich zwischen Brünnacker- und Mädergutstrasse entwickelt – das ist der Sektor 9.4.
Vorbildlichkeit bei Klima und Freiraumqualität als Ziel
Als ökologische Ziele werden die Minimierung der Treibhausgasemissionen, die Umsetzung der Schwammstadtprinzipien und der klimaresilienten Stadtentwicklung sowie die Förderung von Biodiversität und Grünräumen genannt. «In Bezug auf diese Themen soll die Überbauung vorbildlich umgesetzt werden», schreibt die Stadt. Angestrebt werden somit eine starke Begrünung mit neuen und bestehenden Bäumen sowie eine minimale Versiegelung. Insgesamt sollen die Freiräume aufgewertet und die Aufenthaltsqualität gestärkt werden. Auch soll die Überbauung autoarm sein.



