PSP steigert in Q1 den Gewinn

Der Reingewinn der PSP Swiss Property legt im ersten Quartal um 7 % zu, getrieben vor allem von einem tieferen Steueraufwand. Die Prognose für das Gesamtjahr steht.

Die Liegenschaft «Red» auf dem Löwenbräu-Areal ist deutlich aufgewertet worden. (Bild: PSP)

Der Mietertrag von PSP Swiss Property legte in den ersten drei Monaten um 0,7 % auf 87,5 Mio. CHF zu. Like-for-like, also ohne Portfolioveränderungen, fiel das Plus mit 0,6 % kleiner aus als in der Vorjahresperiode (1,7 %). Der Betriebsaufwand für die Liegenschaften nahm um 0,7 Mio. auf 2,4 Mio. CHF zu, was PSP auf niedrigere Liegenschaftssteuern bei einer Genfer Liegenschaft im Vorjahr infolge der Anerkennung eines Energiezertifikats zurückführt – ein Basiseffekt, der nun fehlt. Personal- sowie Betriebs- und Verwaltungsaufwand veränderten sich nur marginal.

Spürbarer wirkte sich der Steueraufwand aus, der von 18,9 Mio. auf 14,4 Mio. CHF zurückging. Im Q1 2025 hatte eine Steuersatzerhöhung im Kanton Genf zu einem um 4,8 Mio. CHF höheren latenten Steueraufwand geführt – diese Belastung entfällt nun. So legte der Gewinn ohne Liegenschaftserfolge, der die Basis für die Dividendenausschüttung bildet, um 8,4 % auf 54,2 Mio. CHF zu, der Reingewinn um 7,0 % auf 64,8 Mio. CHF. In den Reingewinn floss zudem ein Aufwertungsgewinn von 13,5 Mio. CHF auf das Entwicklungsobjekt «Löwenbräu Red» in Zürich, das Wüest Partner ausser der Reihe neu bewertete.

Exklusive Verhandlungen für «Richtipark»

Die wichtigste portfoliobezogene Entwicklung ist der bereits angekündigte Verkauf des Entwicklungsareals «Richtipark» in Wallisellen (ZH). Dazu laufen laut PSP derzeit «exklusive Verkaufsverhandlungen mit einem institutionellen Investor». Der Abschluss der Transaktion werde wohl noch einige Monate auf sich warten lassen, sagte Balzarini an der Analystenkonferenz. Ob der Deal bis zum Halbjahresabschluss in trockenen Tüchern sein werde, stehe nicht fest. Eine kleinere Arrondierungsparzelle dort wurde im Quartal noch für einen einstelligen Millionenbetrag zugekauft, um das Areal zu komplettieren. Daneben veräusserte PSP die Anlageliegenschaft Igelweid 1 in Aarau (AG). Die Liegenschaften Eigerstrasse 2 in Bern und Route des Acacias 50/52 in Carouge (GE) wurden ins Entwicklungsportfolio umklassifiziert; das fertiggestellte Projekt Rue Henriette-et-Jeanne-Rath 14 / Rue de Hesse 16bis in Genf wanderte zurück in den Anlagebestand.

Leerstand steigt leicht

Die Leerstandsquote stieg zum Stichtag von 3,5 auf 3,9 %. Für das Jahresende hält PSP an der Prognose einer Leerstandsquote von 3,5 % fest. Von den 2026 auslaufenden Mietverträgen (37,9 Mio. CHF) waren per Stichtag noch 11 % offen. Die Wault des Gesamtportfolios betrug 5,1 Jahre. Der durchschnittliche Stichtags-Fremdkapitalkostensatz sank leicht auf 1,03 % (Ende 2025: 1,04 %), die durchschnittliche Zinsbindung verkürzte sich von 3,3 auf 3,1 Jahre. Beim Ebitda ohne Liegenschaftserfolge bestätigte PSP die Prognose von 310 Mio. CHF für das Geschäftsjahr 2026 (2025: 302 Mio.).

Gelassenheit beim Thema «Lex Koller»

Auf die jüngsten Pläne für eine Verschärfung der Lex Koller angesprochen, verwies Balzarini auf mehrere, frühere Anläufe für ein entsprechendes Gesetz. Es handele es sich um einen langwierigen politischen Prozess und es sei „sehr unwahrscheinlich», dass das Gesetzesvorhaben durchkomme. Auf eine Frage hinsichtlich möglicher Auswirkungen des Iran-Konflikts auf Schweizer Gewerbeimmobilien antwortete Balzarini, diese seien schwer abzuschätzen. Im Gespräch mit der eigenen Mieterschaft habe man aber nicht den Eindruck gewonnen, dass diese von dem Thema an vorderster Stelle betroffen seien.

Käufe

Wallisellen (ZH), Arrondierungsparzelle «Richtipark»

Verkäufe

Aarau (AG), Igelweid 1 (aw)

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