Zug Estates erhöht die Dividende
Trotz Referenzzinssatzsenkung steigen die Mieterträge auf vergleichbarer Basis.

Zug Estates hat im Geschäftsjahr 2025 den Liegenschaftenertrag um 3,4% auf 71,6 Mio. CHF gesteigert, obwohl die Referenzzinssatzsenkung vom März bei allen Wohnungsmietern umgesetzt wurde. Da es im Portfolio zu keinen Veränderungen kam und die Leerstandsquote mit 0,7 % konstant blieb, handelt es sich um einen Like-for-Like-Zuwachs. Die Nachfrage nach attraktiven Liegenschaften habe im ersten Halbjahr deutlich zugenommen und sei auch im zweiten Halbjahr «sehr hoch», teilt das Unternehmen mit. Dies sei in den Liegenschaftsbewertungen berücksichtigt worden. Das Konzernergebnis erhöhte sich um 45,1% auf 85,2 Mio. CHF, bereinigt um Neubewertungs- und Sondereffekte stieg es um 6,3% auf 39,2 Mio. CHF.
Gastronomie-Sparte profitabler
Zur Gewinnsteigerung trug auch der Ertrag des Segments Hotel & Gastronomie bei. Dieser legte um 3,8% auf 16,1 Mio. CHF zu. Das Unternehmen verweist auf hohe Nachfrage nach Serviced Apartments. Umsatzrückgänge bei «einzelnen grösseren Geschäftskunden» seien durch neue Kundenbeziehungen kompensiert worden. Auch die Nachfrage im neugestalteten Restaurant Aigu habe sich positiv entwickelt und habe zu einer deutlichen Steigerung der Umsätze geführt. Dies habe geringere Umsätze im Restaurant Secret Garden, das neu exklusiv für individuelle Anlässe verfügbar ist, ausgeglichen. In der Summe blieb der Umsatz im Bereich Gastronomie auf Vorjahresniveau. Der Gross Operating Profit (GOP) stieg von 39,3% auf 41,1%.
Finanzierung etwas teurer
Der Betriebsertrag der gesamten Gruppe verbesserte sich um 3,0% auf 91,5 Mio. CHF. Obwohl sich der Liegenschaftenaufwand um 8,7% auf 9,0 Mio. CHF erhöhte, stieg das Betriebsergebnis vor Abschreibungen und Neubewertung um 4,4% auf 58,5 Mio. CHF. Der Neubewertungsgewinn von 52,2 Mio. fiel mehr als doppelt so hoch aus wie im Vorjahr (24,8 Mio.) und entspricht 8% des Portfoliowerts sämtlicher Liegenschaften. Erstmals war JLL als Bewerter mandatiert. Die Finanzierungskosten, die sich um 3,0 % auf 10,5 Mio. CHF verteuerten, reflektieren u.a. einen im vierten Quartal ausgelaufenen Green Bond, der mit 0,1% verzinst wurde und durch einen weiteren Green Bond mit einem Coupon von 1,25% ersetzt wurde. Die Investitionen in das Portfolio erhöhten sich im Geschäftsjahr von 8,1 Mio. auf 27,1 Mio. CHF. Zusammen mit den Neubewertungseffekten erhöhte sich der Marktwert des gesamten Portfolios um 4,1 % auf 1,86 Mrd. CHF.
Dividende steigt fast um 5%
Die Dividende soll laut Vorschlag des Managements um 4,3% von 4,70 auf CHF 4,90 pro Namenaktie Serie A erhöht werden. Für die Serie B beträgt die Erhöhung 2,0 CHF auf dann 49,00 CHF.
Gewinn soll trotz tieferer Einnahmen konstant bleiben
Für das laufende Geschäftsjahr rechnet das Unternehmen wegen der beiden Referenzzinssatzsenkungen im März und September mit einer leichten Reduktion des Liegenschaftenertrags. Ein tieferer Liegenschaftenaufwand soll die Ertragsreduktion aber kompensieren. Im Segment Hotel & Gastronomie werden stabile Umsätze und wegen einer etwas höheren Kostenbasis ein leicht tieferer GOP erwartet. «Unter der Annahme eines weiterhin vorteilhaften Zinsumfelds erwarten wir für das Geschäftsjahr 2026 ein Konzernergebnis ohne Neubewertung und Sondereffekte auf Vorjahresniveau», lautet die Guidance für den Gewinn.



