Julius Bär: Neue Wertberichtigungen bei Immokrediten
Es geht diesmal um eine Summe von knapp 150 Millionen Franken. Ein Zusammenhang mit der Signa-Pleite bestehe nicht.

Die Privatbank Julius Bär muss erneut eine Wertberichtigung auf Immobilienkredite vornehmen. Laut einer Unternehmensmitteilung werden Positionen in der Immobilienfinanzierung in der Grössenordnung von 700 Millionen Franken abgebaut, wobei ein Abschreiber von 149 Millionen Franken anfällt. Diese Positionen befänden sich «hauptsächlich im Buch der renditegenerierenden Wohn- und Gewerbeimmobilien», teilt die Bank mit. Ein Zusammenhang mit der Pleite des Immobilienunternehmens Signa besteht den Angaben zufolge nicht. Geschäfte mit dem Immobilienunternehmer René Benko hatten bei der Bank in der Vergangenheit zu grösseren Turbulenzen geführt. Zudem war dieses Jahr ein weiteres problematisches Kreditengagement in Deutschland bekannt geworden (IB berichtete). Der Prozess der Kreditüberprüfung sei mit der neuerlichen Abschreibung nun abgeschlossen, teilte Julius-Bär–CEO Stefan Bolliger gestern mit. Die Gruppe habe sich «klar dazu bekannt», sich ganz auf ihr Kerngeschäft «Wealth Management» zu konzentrieren, zu dem auch die klassische Lombard-Kreditvergabe und das klassische Hypothekargeschäft für Wohnimmobilien gehörten.
Wie die «Neue Zürcher Zeitung» schreibt, betreffen die nun kommunizierten Wertberichtigungen Kredite, die vor 2023 abgeschlossen wurden. Die entsprechenden Liegenschaften befänden sich in der Schweiz und in Westeuropa. (aw)



