Warteck Invest erhöht den Gewinn
Der sehr deutliche Anstieg des Konzerngewinns ist auf ein verbessertes Ergebnis aus Neubewertung zurückzuführen.

Warteck Invest hat im ersten Semester 2025 dank eines deutlich verbesserten Bewertungsergebnisses den Konzerngewinn signifikant steigern können. Dieser legte im Vergleich zur Vorjahresperiode um 146,7% auf 19,8 Mio. CHF zu. Während im 1. Halbjahr 2024 die Liegenschaften noch um 3,8 Mio. CHF abgewertet worden waren, fiel nun eine Aufwertung um 8,4 Mio. CHF an. Ohne Berücksichtigung des Bewertungsergebnisses lag der Semestergewinn bei 12,8 Mio. und übertraf das Vorjahr um immerhin 14,4%. Das operative Ergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT) lag exklusive Neubewertung indes mit 17,5 Mio. CHF nur marginal (+1,1%) über dem Vergleichswert des Vorjahres.
Das Immobilienportfolio erfuhr im ersten Halbjahr keine Veränderung und wies am Bilanzstichtag einen Marktwert von 1,05 Mrd. CHF auf (+1,5%). Trotz unverändertem Portfolio und gesunkenem Referenzzinssatz stiegen die Soll-Mieterträge um 2,0 %. Der Anstieg ist vor allem auf Indexanpassungen aus dem Vorjahr sowie auf Vermietungen zurückzuführen. Leerstände und Ertragsausfälle verharrten auf tiefem Niveau, sodass die Ist-Mieterträge gegenüber der Vergleichsperiode um 2,1% zulegten.
Finanzierungskosten stark reduziert
Die Betriebskosten haben sich gegenüber dem Vorjahr leicht erhöht. Die Kosten für den Unterhalt stiegen ebenfalls leicht um 3,4 % – laut Warteck Invest «im Rahmen der Planung». Im Finanzergebnis spiegelte sich die Kapitalerhöhung des vergangenen Geschäftsjahrs wider. Der niedrigere Kreditbestand von 474,1 Mio. CHF in Kombination mit aktuell tieferen Hypothekarzinsen führte zu einem um 25 % geringeren Finanzaufwand von 3,6 Mio. CHF. Die Kennzahl Loan to Value betrug zum Bilanzstichtag 45,1 %. Der durchschnittlich bezahlte kapitalgewichtete Zinssatz reduzierte sich durch günstige Refinanzierungsbedingungen von 1,8% auf 1,6%.
Für die kommenden rund fünf bis sieben Jahre verfügt Warteck Invest über eine Pipeline aus Aufstockungs-, Sanierungs- und Arealentwicklungsprojekten mit einem Gesamtvolumen von rund 225 Mio. CHF. (aw)



