Hiag: Reingewinn vor Neubewertung steigt im ersten Halbjahr um 86 Prozent

Für die ersten sechs Monate 2023 weist Hiag einen Reingewinn vor Wertänderungen von 27,4 Mio. CHF aus. Unter Berücksichtigung der Neubewertung jedoch hat sich die Kennziffer mehr als halbiert.

Das Gebäude Columbus mit Stockwerkeigentum – ein Entwicklungsprojekt der Hiag in Cham (Quelle: Hiag)

Im ersten Halbjahr 2023 hat die Hiag Immobilien Holding einen Liegenschaftsertrag von 35,3 Mio. CHF erzielt, das sind 8,7% mehr als im Vorjahr (H1 2022: 32,4 Mio. CHF). Zum Wachstum beigetragen haben eine Reduktion des Leerstands um 1 Prozentpunkt auf 5,4% sowie der Beginn des Mietvertrags mit dem Möbelhaus XXXLutz in Dietikon im zweiten Halbjahr 2022, der einen jährlichen Mietertrag von 3,3 Mio. CHF einbringt.

Auch Indexanpassungen (0,6 Mio. CHF) und Mieterträge aus zwei im Vorjahr erworbenen Liegenschaften (insgesamt 0,5 Mio. CHF) haben sich positiv ausgewirkt, wie Hiag bei der Vorlage des Halbjahresergebnisses mitteilt. Der annualisierte Liegenschaftsertrag dagegen sank zum Stichtag 1. Juli um 3% auf 70,1 Mio. CHF, weil drei nicht mehr strategiekonforme Immobilien verkauft wurden. Die Transaktionserlöse lagen trotz des anspruchsvolleren Marktumfelds deutlich über dem Buchwert der Immobilien, teilt Hiag mit.

Neubewertung drückt EBIT und Reingewinn

Das Betriebsergebnis (EBIT) vor Wertänderungen erreichte41,6 Mio. CHF, das ist mehr als doppelt so viel wie m Vorjahr. Inklusive Neubewertung allerdings ging das EBIT von 62,0 auf 34,5 Mio. CHF zurück.

Auch der Reingewinn vor Wertänderungen legte deutlich zu: Er sprang von 14,8 Mio. CHF im ersten Halbjahr 2022 auf nun 27,4 Mio. CHF. Unter Berücksichtigung der Neubewertungseffekte gab es jedoch einen Rückgang von 56,1 Mio. CHF auf 22,1 Mio. CHF.

Die Eigenkapitalrendite im Berichtszeitraum erreichte 4,3% (31.12.2022: 10,4%). Die gewichtete durchschnittliche Restlaufzeit der Mietverträge (WAULT) nahm per 1. Juli 2023 auf 7,7 Jahre ab (1. Januar 2023: 8.1 Jahre).

Bei der Neubewertung zeigt sich ein zwiegespaltenes Bild: Die Bestandsliegenschaften der Hiag wurden um 14,8 Mio. CHF abgewertet (-1,3%), nachdem es im Vorjahr noch eine Aufwertung um 19,1 Mio. CHF gab. Im Entwicklungsportfolio verzeichnete Hiag einen Bewertungsgewinn von 7,8 Mio. CHF (+1,1%). Im Vorjahr wurde das Entwicklungsportfolio noch um 22,6 Mio. CHF aufgewertet.

Syndikatskredit löst Hypotheken ab

Weiter teilt Hiag mit, dass eine auf Nachhaltigkeit ausgerichtete, kommittierte syndizierte Kreditlinie im Volumen von 500 Mio. CHF und mit einer Laufzeit von 5 Jahren unterzeichnet wurde. Der Syndikatskredit löse einen Grossteil der bestehenden Hypotheken ab. Es werden noch maximal 10 % der Finanzierungen grundpfandgesichert sein. Derzeit werde rund ein Viertel der Syndikatskreditlinie beansprucht.

Projektentwicklungen kommen voran

Für die Entwicklungsprojekte meldet Hiag folgenden Zwischenstand:

Das geplante, offene Investitionsvolumen der sich im Bau befindenden oder kurz vor Baustart stehenden Projekte liegt bei 180 Mio. CHF. Den erwarteten Mietertrag aus diesen Projekten beziffert Hiag auf 13 Mio. CHF, mit dem Verkauf von Stockwerkeigentumseinheiten wird ein Erlös von 70 Mio. CHF angestrebt.

Die mittelfristige Entwicklungspipeline der Hiag hat ein Investitionsvolumen von 430 Mio. CHF und umfasst 130.000 qm Nutzfläche. Hiag erwartet einen potenziellen jährlichen Mietertrag von über 21 Mio. CHF und Erlöse aus dem Verkauf von Promotionseinheiten von 160 Mio. CHF. Langfristig bestehe im Entwicklungsportfolio weiteres Investitionspotenzial im Umfang von 2,5 Mrd. CHF bei einem Mietertragspotenzial zwischen 100 Mio. bis 120 Mio. CHF und erwarteten Verkaufserlösen aus Promotionsprojekten von 650 Mio. bis 700 Mio. CHF. (ah)

(Visited 381 times, 1 visits today)

Weitere Beiträge zum Thema