Investis: Mietertrag steigt trotz Corona-Krise

Investis meldet für das erste Halbjahr 2020 «sehr gute Ergebnisse». Während die Mieterträge zulegten, gingen Umsatz und Gewinn gegenüber dem von Sondereffekten geprägten Vorjahr indes zurück.

Investis legt das Halbjahresergebnis 2020 vor (Bild: depositphotos)

Die Covid-19-Pandemie habe sich nur geringfügig auf das Halbjahresergebnis ausgewirkt, teilt Investis mit. Bislang seien alle Herausforderungen dieser Krise gut bewältigt worden.

Der Umsatz im Berichtszeitraum habe bei 89,2 Millionen CHF gelegen nach 98,6 Millionen im Vorjahr, so die Immobiliengesellschaft. Im Vorjahresumsatz waren jedoch Beiträge von Tochtergesellschaften im Umfang von 16,5 Millionen enthalten, die 2019 veräussert wurden. Organisch legte der Umsatz deshalb zu.

Im Segment Properties erhöhten sich die Umsätze um 3,5% von 28,1 auf 29,0 Millionen. Gründe für das Plus seien like-for-like Mieteinnahmensteigerungen um +0,9% und Akquisitionen, teilt Investis mit. Der Leerstand ging auf 2,8% zurück (Ende 2019: 3,2%), obwohl aufgrund der Pandemie möblierte Wohnungen öfters leer standen. Der annualisierte Sollmietertrag belief sich per 30. Juni 2020 auf 60,3 Millionen.

Das Dienstleistungssegment Real Estate Services verzeichnete wegen des Verkaufs zweier Tochtergesellschaften einen deutlichen Umsatzrückgang, Privera jedoch erzielte eine Umsatzsteigerung von 3,6%. Das bewirtschaftete Mietvolumen nahm auf 1,43 Milliarden zu (31.12.2019: 1,41 Mrd.).

EBIT steigt, Reingewinn bricht ein

Das Betriebsergebnis (EBIT) legte im Berichtszeitraum um 8,5% auf 61,9 Millionen zu. Der EBITDA vor Neubewertungseffekten und Verkäufen stieg um 3,2% auf 23,6 Millionen. Inklusive den Neubewertungsgewinnen von 35,9 Millionen (Vj.: 27,6 Mio.) lag der Reingewinn bei 51,2 Millionen -das ist weniger als die Hälfte des Vorjahresergebnisses (111,9 Mio.) Allerdings hatten sich damals Veräusserungsgewinne und die Auflösung von latenten Steuerverbindlichkeiten mit 61 Millionen positiv ausgewirkt. Der Reingewinn ohne Neubewertungseffekt lag bei 20,0 Millionen (Vj.: 33,8 Mio.). Das Immobilienportfolio wurde mit 1,48 Milliarden bewertet und damit etwas höher als Ende 2019. Es umfasste am Stichtag 170 Liegenschaften mit 3.020 Wohneinheiten.

Investis, die hauptsächlich Wohnimmobilien an zentralen Lagen mit Wohnungen im mittleren Preissegment in der Genferseeregion im Portfolio hält, geht davon aus, dass die hohe Nachfrage nach diesen Wohnliegenschaften im Kanton Genf weiter anhalten wird. Man plane, das Immobilienportfolio durch Akquisitionen von Anlageliegenschaften an attraktiven Lagen mit Fokus auf die Genferseeregion weiter auszubauen, teilt Investis mit.

Für das zweite Halbjahr erwartet die Immobiliengesellschaft «eine solide Entwicklung im Rahmen des starken Vorjahres». Allerdings sei der Ausblick für das laufende Jahr wegen der Covid-19 Pandemie mit Unsicherheiten behaftet. (ah)

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