Migros testet Kleinformat «Mio» auf SBB-Flächen

Laut einem Medienbericht stehen mehrere Eröffnungen eines bis zu 80 qm grossen Konzepts an.

Der erste «Mio»-Shop an einem Bahnhof ging in Baden an den Start (Bild: © Migros)

Die SBB kooperieren laut einem Bericht von CH Media mit Migros bei einem Modellversuch für deren Kleinstkonzept Mio. Eine Filiale des Formats hat kürzlich im Zürcher Hauptbahnhof eröffnet, weitere sollen in Bern, Birmensdorf und Islikon folgen. Die erste Eröffnung in einem Bahnhof hatte im Sommer in Baden stattgefunden. An Tankstellen bestehen schon mehrere Dutzend Filialen von «Mio». Laut CH Media soll in einem zeitlich befristeten Test herausgefunden werden, wie gut das Konzept bei den Passanten an Bahnhöfen ankommt. Laut Angaben von Migros sind die «Mio»-Filialen auf eine Fläche von 80 qm begrenzt. Dass die Migros sich verstärkt auf die Bedürfnisse einer urbanen Kundschaft in zentralen Lagen ausrichtet, hat das Unternehmen zuletzt bereits kommuniziert.

Migros ist bereits mit dem auf etwas grössere Flächen ausgelegten Konzept «Migrolino» im Convenience-Geschäft aktiv. Platzhirsch bei Kleinformaten an Bahnhöfen und Verkehrsknotenpunkten ist allerdings Valora und dessen Marke Avec. Auch die Coop ist mit ihrer Convenience-Kette «Pronto» an Bahnhöfen gut vertreten. Bis vor kurzem sah es so aus, als würde nun zusätzlich der deutsche Discounter Aldi mit einem Mini-Format auf Bahnhofsflächen drängen. Angekündigt war bereits die Übernahme einer 155 qm grossen Fläche, die bisher von Pronto genutzt wurde, auf der Passerelle des Bahnhofs SBB in Basel. Aldi selbst sprach bei Bekanntgabe von einem «Meilenstein». Die für Mai angekündigte Eröffnung fällt aber aus: Der Filialist hat laut einem Bericht der «Basler Zeitung» einen Rückzieher gemacht. Offenbar geht die Fläche an Valora. (aw)

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