Widen: Baustart für Wärmezentrale des Verbunds Mutschellen

Rund 21 Mio. CHF investiert die AEW in den Bau einer Energiezentrale, die ab der Heizperiode 2027/28 Liegenschaften in drei Gemeinden versorgt. Die Zentrale entsteht auf dem Sika-Areal.

Die neue Energiezentrale in Widen von der Bark Architekten AG (Visualisierung: zVg)

Auf dem Areal der Sika Schweiz AG in Widen (AG) hat die AEW Energie AG den Baustart für die Wärmezentrale des Wärmeverbunds Mutschellen gefeiert. Der Spatenstich erfolgte am 30. Juni. Rund 21 Mio. CHF steckt das Unternehmen in den Aufbau des Verbunds, der ab der Heizperiode 2027/28 schrittweise in Betrieb geht. Die Baubewilligung war Anfang November 2025 erteilt worden; die Arbeiten am Fernwärmenetz laufen seit dem Frühjahr.

Versorgt werden künftig öffentliche und private Liegenschaften in Widen, Berikon und Rudolfstetten. Zu den Abnehmern zählen die Überbauungen «Schachenfeld» und «Kesslernmatte», die Gebäude der Sika Schweiz AG sowie weitere Gewerbebauten und öffentliche Gebäude. Für die Schulanlage Widen richtet die AEW bis zur Inbetriebnahme eine provisorische Versorgung ein. Die kalkulierte Anschlussleistung beträgt rund 5.800 kW, der jährliche Wärmeabsatz rund 12,2 Mio. kWh.

Holzschnitzel als Hauptquelle

Die Wärme stammt in erster Linie aus einer Holzschnitzelfeuerung mit 3.200 kW Heizleistung. Ergänzt wird sie durch eine Wärmepumpe für den Sommerbetrieb sowie einen Ölheizkessel für Spitzenlast und Redundanz. Hinzu kommt eine Power-to-Heat-Anlage mit 600 kW, die Systemdienstleistungen für das Stromnetz erbringt. Platz für eine zweite Holzschnitzelfeuerung mit 1.600 kW ist bereits vorgesehen. Das Holz liefert der Forstbetrieb Mutschellen. Auf dem Dach der Zentrale entsteht zudem eine Photovoltaik-Anlage mit rund 45 kW Spitzenleistung. Nach Angaben der AEW werden mindestens 90 % der Wärme aus erneuerbaren Quellen erzeugt. Als Unternehmen des Kantons Aargau strebt die AEW Klimaneutralität bis spätestens 2040 an.

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