Basel: Kreislaufhaus auf dem Franck Areal bewilligt

Der Umbau der ehemaligen Tubenfabrik zum Kompetenzzentrum für Kreislaufwirtschaft kann starten. Eröffnung im Frühling 2027.

Das Franck-Areal in Basel (Bild: zVg)

Auf dem Franck Areal an der Horburgstrasse 105 im Basler Klybeck-Quartier ist die Baubewilligung für die Sanierung des Kreislaufhauses erteilt worden. In der ehemaligen Tubenfabrik – dem grössten Gebäude auf dem Areal – soll das Kompetenzzentrum für Kreislaufwirtschaft in der Region Basel entstehen, das ab Frühling 2027 Büro-, Atelier- und Werkstatträume für Start-ups, Kleinfirmen und Organisationen mit zirkulären Geschäftsmodellen bietet. Das grösste Gebäude auf dem Areal werde demnächst eingerüstet, heisst es in der Mitteilung der Bauherrschaft.

Kreislauf-Prinzipien bei Sanitär und Energie

Der Umbau folgt den Prinzipien der Kreislaufwirtschaft: Sanitäranlagen und Wasserkreisläufe werden zirkulär aufgebaut, einschliesslich lokaler Wasseraufbereitung und Nährstoffverwertung. Eine Second-Life-Photovoltaikanlage soll zeigen, dass die Kreislaufwirtschaft auch in der Energieerzeugung umsetzbar ist. Erste Arbeiten ohne Bewilligungspflicht wurden bereits im vergangenen Jahr ausgeführt, darunter der Rückbau der ehemaligen Produktionsanlagen und der Einbau neuer Vakuumfenster.
Geplant sind im Kreislaufhaus voll ausgestattete Räume für kleinere Mieter sowie mieterspezifisch ausgebaute Stockwerke für Büro- oder Produktionsnutzungen, mit Branchenfokus auf Textil, Lebensmittel und Bau. Für Architektur und Planung verantwortlich ist das auf Umnutzung spezialisierte baubüro insitu in Zusammenarbeit mit der auf Wiederverwendung von Bauteilen ausgerichteten Zirkular GmbH.

Vorgeschichte

Das rund 12.000 qm grosse Areal westlich der ehemaligen Thomi + Franck-Senf- und Mayonnaisefabrik wurde 2022 von der Nestlé Schweiz an die eigens dafür gegründete KULTQuartier Immobilien AG verkauft. Hinter ihr stehen die Geschwister Corinne und Gabriel Eckenstein sowie inzwischen weitere Investoren, darunter die Stiftung Abendrot. Die operative Entwicklung im Baurecht hat die Wegwarte AG übernommen, getragen von den Projektentwicklern Barbara Buser, Bernhard Gysin, Eric Honegger und Christoph Peter – Buser und Honegger sind bereits durch die Entwicklung des Gundeldinger Felds bekannt. Die Arealentwicklung verfolgt vier Schwerpunkte – Kreislaufhaus, Tanzhaus, Quartier und Wohnen – und soll vollständig im Bestand umgesetzt werden. IB hat bereits zur Übernahme des Areals berichtet.

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