Interlaken: Baugesuch für Hotel eingereicht

Nach rechtskräftiger Überbauungsordnung haben BOB und Baulink das Baugesuch für ein Hotel mit rund 200 Zimmern auf dem Areal eingereicht.

Visualisierung des Hotelprojekts beim Bahnhof Interlaken Ost (© Baulink AG)

Das Hotelprojekt der Berner Oberland-Bahnen AG (BOB) und der Baulink AG beim Bahnhof Interlaken Ost erreicht die nächste Stufe: Die beiden Partner haben das Baugesuch eingereicht. Grundlage bildet die rechtskräftige Überbauungsordnung, der der Grosse Gemeinderat Interlaken im Dezember 2024 zustimmte. Die BOB ist Grundeigentümerin und tritt der Baulink ein Grundstück südlich der Gleisanlage im Baurecht ab; Baulink agiert als Projektentwicklerin.

Vorgesehen ist ein Hotel mit rund 200 Zimmern und etwa 400 Betten, verteilt auf zwei Baukörper mit fünf und sechs Geschossen, die durch einen eingeschossigen Zwischenbau verbunden sind. Nach den im Genehmigungsverfahren publizierten Plänen entfallen 164 Zimmer und 44 Suiten auf die Anlage. Die Erschliessung erfolgt über die Untere Bönigstrasse.

Zum Betreiber liegen noch keine abschliessenden Angaben vor. Laut Medienmitteilung befinden sich Gespräche mit internationalen Betreibern «in einem fortgeschrittenen Stadium». Bereits bei Lancierung des Projekts hatten die Initianten ein Vier-Sterne-Hotel einer internationalen Kette in Aussicht gestellt; konkrete Namen wurden bislang nicht kommuniziert. Über den Baustart soll später informiert werden.

Park-and-Ride wandert unter den Boden

Das Areal dient heute als Park-and-Ride- bzw. als «Bike-and-Ride»-Standort sowie als Carterminal. Mit dem Hotelneubau werden diese Nutzungen umorganisiert: Die Bike-and-Ride-Anlage bleibt bestehen und wird mit rund 200 Veloabstellplätzen neu strukturiert. Das Park-and-Ride wandert in eine unterirdische Einstellhalle mit direktem Zugang zur Bahnhofunterführung; Plätze für Dauerparkierende bleiben erhalten.

Oliver Hammel, CEO der Jungfraubahnen, sieht den Standort als Beitrag zur Standortattraktivität der Jungfrau-Region. Den Anstoss für das Projekt hatte vor Jahren sein Vorgänger Urs Kessler gegeben, der wiederholt auf einen Mangel an gehobenen Hotelkapazitäten in Interlaken hingewiesen hatte – etwa bei Grossanlässen wie dem Swiss Economic Forum, wo Teilnehmer teilweise weit ausserhalb der Gemeinde untergebracht werden mussten.

Vorgeschichte

Über das Vorhaben hatte «Immobilien Business» zuletzt hier berichtet. Die BOB und die Baulink hatten 2021 einen Projektentwicklungsvertrag geschlossen; 2023 lag der Entwurf der Überbauungsordnung öffentlich auf, mit einer geplanten oberirdischen Geschossfläche von 13.500 qm. (aw)

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