Thun: Baubewilligung für Grossüberbauung Hoffmatte liegt vor
Nach jahrelangem Rechtsstreit hat die Hoffmatte-Überbauung die rechtskräftige Baubewilligung erhalten. Die Frutiger AG will im Herbst mit den Bauarbeiten beginnen; das Gesamtprojekt ist auf rund 130 Mio. CHF veranschlagt.

Die Frutiger AG hat für die erste Etappe der Überbauung Hoffmatte in Thun (BE) die rechtskräftige Baubewilligung erhalten, wie das Unternehmen auf seiner Projektseite bestätigt. Der Baustart ist für Herbst geplant, die Fertigstellung der ersten Etappe für 2030. Damit ist ein Vorhaben vom Fleck gekommen, das die seit Jahren unter Wohnungsmangel leidende Stadt beschäftigt: 15 Einsprachen wegen Grundwasser-Bedenken hatten den ursprünglich geplanten Baustart im Herbst 2025 verunmöglicht.
Auf dem 35.700 qm grossen Areal entstehen 168 Wohnungen sowie ein Pflegeheim mit 128 Plätzen, das die Stiftung Solina betreiben wird. 90 der Wohnungen sind als Mietwohnungen vorgesehen; das Gesamtprojekt ist nach Angaben der «Berner Zeitung» auf rund 130 Mio. CHF veranschlagt. Die Baueingabe für die zweite Etappe ist im ersten Halbjahr 2027 vorgesehen; Grundeigentümerin dieses Teils ist die Hoffmann Neopac AG, neben deren Industriegebäuden das neue Quartier entsteht. Die erste Etappe umfasst fünf Wohngebäude und das Pflegeheim.
Nach der Volksabstimmung im Februar 2020 (62 % Ja) hatten Anwohner das Vorhaben bis vor Bundesgericht angefochten, dort aber 2023 verloren. Zuletzt berichteten wir über die eingegangenen Einsprachen, die nach Einreichen des Baugesuchs eingegangen waren.



