Zürich: Globusprovisorium soll öffentlicher Ort werden

Die derzeit von Coop genutzte Verkaufsfläche des Gebäudes zwischen Hauptbahnhof und Central soll ins Untergeschoss wandern und neu ausgeschrieben werden, die städtischen Büros ziehen um.

Ein Hightlight des Projekts ist die öffentliche zugängliche Dachterrasse. (Illustration: zVg)

Das Globusprovisorium an der Zürcher Bahnhofbrücke zwischen Hauptbahnhof und Central wurde 1961 als provisorischer Standort des Globus-Warenhauses errichtet – ursprünglich für acht Jahre. Das Gebäude auf dem Papierwerd-Areal wird heute als historisch wertvoll eingestuft – und nach Angaben der Stadt ist die Erneuerung der wasserrechtlichen Konzession daran geknüpft, dass es künftig öffentliche Nutzungen mit einem Mehrwert für die Bevölkerung bereithält.

Verkaufsflächen werden neu augeschrieben

Erneuert werden müssen das Tragwerk, die Fassade und die Dämmung sowie Haustechnik. Auch Massnahmen zu Brandschutz und Erdbebensicherheit sind erforderlich. Im Rahmen der Modernisierung soll das Gebäude nun als öffentliches Haus neu ausgerichtet werden. Die Detailhandelsfläche soll ins Untergeschoss ziehen und das Erdgeschoss dadurch frei werden. Der derzeitige Nutzer Coop bleibt bis zum Baubeginn im Gebäude; anschliessend wird die Verkaufsfläche öffentlich ausgeschrieben. Die Stadt will in den Erd- und Obergeschossen öffentlich zugängliche Flächen für «Stadtkultur, Bildung, Veranstaltungen, temporäre Formate und Gastronomie» schaffen. Zudem wird in der weiteren Planung die Realisierung einer Velostation geprüft. Die konkreten Nutzungen sind noch offen; sie werden nun erarbeitet und dann öffentlich ausgeschrieben. Die städtischen Büros im Gebäude ziehen an andere Standorte um. Auf dem Dach entsteht eine öffentlich zugängliche, von aussen erschlossene Terrasse. «Künftig wird das Gebäude eng mit dem neuen Freiraum am Mühlesteg und der Limmat verknüpft – ein zentrales Element der Gesamtstrategie.»

Fertigstellung Mitte des nächsten Jahrzehnts

Der Stadtrat beantragt dem Gemeinderat einen Projektierungskredit von 7,21 Mio. CHF für den Projektwettbewerb, das Bauprojekt mit Kostenvoranschlag, das Baubewilligungsverfahren sowie die Vorbereitung der Ausführung. Das Wettbewerbsergebnis wird voraussichtlich im Sommer 2028 vorliegen. Die Fertigstellung wird frühestens 2035 erfolgen.

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