Zürich: Rekurs zu Projekt an Pfingstweidstrasse abgewiesen
Im langen Ringen um die Planung im Umfeld der «Maag-Hallen» haben die Projekt-Befürworter einen Zwischenerfolg errungen. Ein Ende der Auseinandersetzung ist aber noch nicht abzusehen.

Das Gebiet «Maag-Areal Plus» wird gemäss Entscheid des Zürcher Baurekursgerichts nicht zur Planungszone. Wie die Investoren der Projekte «Prime 1» und «Prime 3» in einer Medienmitteilung schreiben, hält das Baurekursgericht die Hamasil-Stiftung nicht für einspruchsberechtigt. Einsprache könne nur erheben, wer direkt berührt sei und ein schutzwürdiges lnteresse habe. Der Verweis auf öffentliche Interessen oder Interessen Dritter genüge nicht.
Ziel des Rekurses der Hamasil-Stiftung, die den «Kulturpark» in der Nähe des Geländes unterhält, war die Schaffung einer Planungszone mit neuen Sonderbauvorschriften für das Gebiet, auf dem unter anderem das Pfingstweidparkhaus des Logistikers Welti-Furrer steht. Die Schaffung einer Planungszone hätte insbesondere den Erhalt bestehender Gewerbe-Gebäude auf dem Areal ermöglicht. Welti-Furrer will auf ihrem Grundstück Wohn- und Gewerbebauten mit rd. 100 Wohnungen und 4.000 qm Mietfläche für bezahlbares Wohnen sowie Flächen für Retail und Gastronomie schaffen. In unmittelbarer Nachbarschaft befindet sich das Maag-Hallen-Ensemble, das Swiss Prime Site gehört und um dessen Erhalt erbittert gestritten wird. Der Stadtrat hatte 2025 eine Planungszone für das «Maag-Areal Plus» beantragt, um Zeit zu gewinnen, die bestehenden Sonderbauvorschriften zu überarbeiten. Der Kanton lehnte dieses Vorhaben aber ab.
Hamasil muss die Verfahrenskosten tragen und den Rekursgegnern eine Umtriebsentschädigung bezahlen. Gegen diesen Entscheid kann die Stiftung beim Verwaltungsgericht Beschwerde einreichen.
Kein Ende des Streits in Sicht
Neben der Auseinandersetzung um die Planungszone toben weitere rechtliche Auseinandersetzungen um die geplanten Bauprojekte, so etwa um die Frage, ob der Kanton Zürich die Schutzwürdigkeit der Maag-Hallen prüfen muss. (IB berichtete). In diesem Punkt hatten letzten Herbst die Gegner des Projekts einen Erfolg errungen. Die Hamasil-Stiftung hat unterdessen ihren Willen bekräftigt, den Widerstand gegen das Welti-Furrer-Projekt und den Abriss der Maag-Hallen aufrechtzuerhalten. (aw)



