Zürich: 265 neue Wohnungen für Altstetten
Liegenschaften Stadt Zürich und zwei städtische Stiftungen planen in Altstetten eine Wohnsiedlung mit insgesamt 265 Wohnungen. Die Erstellungskosten belaufen sich auf knapp 134 Millionen CHF.

Die Überbauung soll auf dem Areal Letzibach D an der Hohlstrasse 444–456 entstehen, das die Stadt im Jahr 2013 von den SBB erworben hat. Die Siedlung mit dem Namen «Letzi» soll 265 Wohnungen, Gewerbeflächen, einen Doppelkindergarten, eine Tiefgarage mit 64 Parkplätzen, über 400 Veloabstellplätze sowie ein Fuss- und Radweg entlang des Gleisfelds umfassen.
Liegenschaften Stadt Zürich (LSZ), die Stiftung Alterswohnungen (SAW) und die Stiftung Wohnungen für kinderreiche Familien (SWkF) errichten die Überbauung gemeinsan. Die Stiftungen sollen das Land für ihre Siedlungsteile im Baurecht übernehmen. Die gesamten Anlagekosten inklusive Land, Reserven und Mehrwertsteuer belaufen sich nach Angaben der Stadt Zürich auf 133,9 Millionen CHF.
Umgesetzt wird das Projekt «Mira» des Teams Gut&Schoep Architekten und Neuland ArchitekturLandschaft. In einem zusammenhängenden Baukörper werden 81 Wohnungen von LSZ und 53 Wohnungen der SWkF untergebracht, den Abschluss der Siedlung gegen die Kreuzung Hohl-/Flurstrasse hin bildet ein rund 70 Meter hohes Hochhaus mit 131 SAW-Wohnungen. Mit dem Bau wird der Standard Minergie-P-Eco erreicht.
Im Siedlungsteil von LSZ machen 3- und 4,5-Zimmerwohnungen den Hauptanteil aus, im SAW-Hochhaus sind altersgerechte Kleinwohnungen geplant, davon knapp die Hälfte mit 2,5 Zimmern. Die SWkF wird in der Wohnsiedlung 4,5-, bis 6,5-Zimmerwohnungen erstellen. Nach heutigen Berechnungen soll der Nettomietzins für eine freitragende, durchschnittlich 95 qm grosse 4,5-Zimmer-Wohnung im LSZ-Teil 1.560 CHF betragen, die Mietzinsen der beiden Stiftungen bewegen sich den Angaben zufolge in einem vergleichbaren Rahmen. Da die beiden Stiftungen bei Neubauvorhaben einen sehr hohen Anteil an subventionierten Wohnungen anstreben (SAW: 80%, SWkF: 65%), sollen keine LSZ-Wohnungen subventioniert werden. Über die gesamte Siedlung betrachtet, beträgt der Anteil an subventionierten Wohnungen 42%.
Stimmt der Gemeinderat dem Objektkredit von 57,76 Millionen zu, wird der Kredit voraussichtlich im November dieses Jahres den Stimmberechtigten vorgelegt. Die Bauarbeiten könnten dann im Sommer 2021 beginnen; der Erstbezug ist für den Frühling 2025 geplant. Die Gewerberäume werden voraussichtlich im Herbst 2023 zur Vermietung ausgeschrieben, die Wohnungen im Herbst 2024, so die Stadt Zürich. (ah)



