Immobiliencontrolling als Führungsinstrument
Steigende Kosten, neue Nachhaltigkeitsanforderungen und komplexere Strukturen erschweren fundierte Entscheidungen im Immobilienbetrieb. Immobiliencontrolling schafft Transparenz – und wird damit zu einem strategischen Führungsinstrument.
Eigentümer:innen, Asset Manager und Betriebsspezialist:innen stehen vor der Herausforderung, die Wirtschaftlichkeit ihrer Immobilien laufend im Blick zu behalten. Kosten müssen systematisch erfasst, Risiken frühzeitig erkannt und Investitionsstrategien langfristig abgesichert werden. Immobiliencontrolling sorgt für Übersicht – nicht punktuell, sondern über den gesamten Lebenszyklus hinweg. Gerade mit Blick auf wachsende Nachhaltigkeitsanforderungen gewinnt diese Transparenz zusätzlich an Bedeutung.
Benchmarking: Einordnung statt reine Zahlenvergleiche
Ein Kernbestandteil des Immobiliencontrollings ist der Vergleich mit dem Markt. Benchmarking ermöglicht es, Betriebskosten und Leistungsqualität realistisch zu beurteilen. Je nach Eigentümerstruktur stehen dabei unterschiedliche Zielsetzungen im Vordergrund: Bei der öffentlichen Hand ist die Kosteneffizienz zentral, während institutionelle Eigentümerinnen und Investoren ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Kosten und Servicequalität anstreben. Auch im Corporate Real Estate Management stehen Effizienz, Kosten und Qualität der eigenen Immobilienbewirtschaftung im Zentrum. Benchmarking hilft, diese Perspektiven sachlich zu bewerten und einzuordnen.
Vergleich schafft Orientierung – und stärkt die Organisationsleistung
Der Blick über den eigenen Bestand hinaus ist dabei entscheidend. Erst der Vergleich mit anderen Marktteilnehmenden zeigt, wo Abweichungen bestehen, ob Kostenstrukturen angemessen sind und welche Best Practices sich etabliert haben. Gleichzeitig schafft Benchmarking eine objektive Grundlage für interne Diskussionen und Entscheidungsprozesse. Immobiliencontrolling wird so auch zur Frage der Organisationsperformance: Welche Prozesse und Leistungen stehen hinter den Zahlen? Und wo gibt es Optimierungspotenzial?
Der FM Monitor als datenbasierte Entscheidungsgrundlage
Der FM Monitor liefert eine belastbare Grundlage für diese Einordnung. Als grosser Datenpool für Bewirtschaftungskosten in der Schweiz ermöglicht er Vergleiche einzelner Liegenschaften oder ganzer Portfolios mit einem breiten Marktbenchmark. Analysen zeigen auf, wie eine Immobilie im Vergleich zum Median abschneidet und welche Objekte als «Best in Class» gelten. Die Differenzierung nach Nutzungsklassen und Objektarten liefert damit nicht nur Zahlen, sondern konkrete Erkenntnisse für Kostenanalysen, Ressourcenkalkulationen und Prozessoptimierungen.
Langfristig hilft ein systematisches Immobiliencontrolling, Marktstandards nicht nur zu kennen, sondern auch umzusetzen. Wer Kosten, Leistungen und Prozesse vergleichen kann, schafft Orientierung und stärkt die eigene Entscheidungsfähigkeit. Damit entwickelt sich Immobiliencontrolling vom Kontrollinstrument zum strategischen Führungswerkzeug – und zur Grundlage für einen wirtschaftlichen und wettbewerbsfähigen Immobilienbetrieb.



