Bauwirtschaft 2025 dank Wohnungsbau spürbar gewachsen
Der Schweizerische Baumeisterverband gibt das Wachstum im abgelaufenen Jahr mit 2,1 % an und erwartet für 2026 ein Plus in ähnlicher Grössenordnung

Das Schweizer Bauhauptgewerbe hat 2025 ein Wachstum von 2,1 % erzielt. «Steigende Bautätigkeit und erholte Auftragsbücher prägen das Bild», kommentiert der Schweizerische Baumeisterverband die Zahlen. Für 2026 sei eine Fortsetzung dieser Entwicklung zu erwarten, getragen vor allem vom Wohnungsbau und einem stabilen Tiefbau.
Die Bautätigkeit im Hoch- und Tiefbau nahm gegenüber dem Vorjahr um 2,1 % auf knapp 23,9 Mrd. CHF zu. Damit behauptete sich die Branche in einem Umfeld, in dem die Schweizer Wirtschaft insgesamt nur mässig wächst. Zum positiven Jahresergebnis trug insbesondere ein starkes viertes Quartal bei: Von Oktober bis Dezember 2025 stieg die Bautätigkeit im Vergleich zum Vorjahresquartal um 6,3 %. Der Hochbau legte um 7,5 % zu, wobei sich der Wohnungsbau erneut als wichtige Stütze erwies (+4,8 %).
Die Auftragseingänge im Hoch- und Tiefbau erhöhten sich insgesamt um 3,7 %. Besonders dynamisch zeigte sich der Wohnungsbau mit einem Plus von 11 %. «Die Projektpipeline ist zwar gut gefüllt, die Dynamik dürfte aber im Jahresverlauf nachlassen, weil die Wohnbaugesuche im Laufe des Jahres 2025 abgenommen hatten», beurteilt der Verband die weiteren Aussichten. Die Arbeitsvorräte lagen per Ende Dezember um 4,5 % über dem Vorjahresniveau.
Wohnungsbau bleibt Wachstumstreiber
Der Bauindex rechnet für 2026 mit einem Umsatz von rund 24,4 Mrd. CHF im Bauhauptgewerbe. Das entspricht einem weiteren Umsatzplus von 1,9 % gegenüber dem Vorjahr. «Die Branche bewegt sich damit auf gutem Niveau in einem Umfeld, in dem die Schweizer Volkswirtschaft unterdurchschnittlich wächst und die Arbeitslosigkeit zunimmt». Der Wohnungsbau bleibt 2026 der wichtigste Wachstumstreiber. Tiefe Zinsen erleichtern die Finanzierbarkeit von Projekten und erhöhen die Attraktivität von Immobilieninvestitionen. «Regionale Schwankungen bei den Baubewilligungen bleiben zwar bestehen, insgesamt ist das Niveau jedoch ausreichend hoch, um die Bautätigkeit zu stützen», heisst es.



