Genf
Weltkirchenrat plant Verkäufe
19.02.2012 | Aktualisiert 13:26 Uhr | Kommentar (0)
Der Ökumenische Rat der Kirchen (ÖRK) plant einen Teil seines Grundstücks in Genf zu verkaufen, um im Zuge der Finanzkrise aufgelaufene Defizite auszugleichen. Dem Vernehmen nach ist das schwerwiegendste Problem eine Deckungslücke in der Pensionskasse von rund 30 Prozent, was etwa 26 Millionen CHF ausmacht. Daher entwickele der ÖRK derzeit sein 35.000 Quadratmeter grosses Gelände an der Route de Ferney in Genf, um anschliessend einen Teil davon für den bestmöglichen Preis zu verkaufen, erklärte der Generalsekretär Olav Fykse Tveit gegenüber dem Evangelischen Pressedienst (epd).
Um die Immobilien weiterzuentwickeln, arbeite der ÖRK mit einem Projektentwickler und Banken zusammen. „Ziel soll sein, den Vermögenswert zu maximieren und zugleich das nötige Geld aufzubringen, um die Pensionskasse in eine größere Kasse zu überführen“, so Tveit. Derzeit würden dazu zwei Möglichkeiten diskutiert: Entweder das bestehende Gebäude zu renovieren oder auf dem Gelände etwas komplett Neues zu bauen. Ein Umzug des ÖRK an einen anderen Ort stehe indes nicht zur Debatte, so Tveit: „Genf ist der Ort, an dem viele internationale Organisationen sitzen, die sich mit Gerechtigkeit, Frieden, Menschenrechten beschäftigen. Hier müssen auch die Kirchen vertreten sein. Dafür haben wir das Ökumenische Zentrum, ein Büro alleine reicht da nicht aus.“



