Märkte
Noch keine Abwärtsspirale in Sicht
22.01.2012 | Aktualisiert 14:32 Uhr | Kommentar (0)
In den letzten fünf Jahren haben die Preise der Eigentumswohnungen in der Schweiz im Schnitt um 35 Prozent zugenommen, in der Region Zürich um 40 Prozent und in der Region Genfersee sogar um 90 Prozent. Solche Preissteigerungraten schüren die Angst vor einer Immobilienblase. Aus Sicht der UBS-Researcher ist für 2012 (noch) keine Abwärtsspirale, allerdings auch eine Beruhigung nicht in Sicht: Im laufenden Jahr rechnen sie mit Preissteigerungen von vier Prozent bei Eigentumswohnungen und Einfamilienhäuser dürften um 3,5 Prozent teurer werden. Denn trotz der sich eintrübenden konjunkturellen Grosswetterlagen scheinen die Fundamentaldaten des Wohnimmobilien-Marktes bislang robust; zudem sind die Zinsen für Hauseigentümer so tief wie noch nie. Das Bevölkerungs-Wachstum seit 2007 ist doppelt so stark wie im langjährigen Durchschnitt und die Haushaltseinkommen steigen nach wie vor.
Die Ungleichgewichte im Wohnungsmarkt haben sich jedoch in den letzten Jahren vergrössert. Die UBS-Researcher sehen darin eine gefährliche Mixtur in Form von Markt verzerrenden Zinsen, von zu optimistischen Erwartungen der Investoren sowie von mangelnden Perspektiven in der Eurozone, gekoppelt mit fehlenden Anlage-Alternativen.



