Auslandsmärkte
Lone Star verhandelt über Lehman-NPL-Portfolio
22.01.2012 | Aktualisiert 16:49 Uhr | Kommentar (0)
Der US-amerikanische Hedgefonds Lone Star soll mit der Deutschen Bundesbank in Verhandlungen über ein Non Performing Loan-Portfolio stehen. Dies berichtet die «Financial Times» unter Berufung auf mit den Vorgängen vertraute Kreise. Demnach bereitet die Deutsche Bundesbank den Verkauf von Kreditpapieren im Wert von 1,8 Milliarden Euro vor, die von der gescheiterten Investmentbank Lehman Brothers als Pfand hinterlegt wurden. Bereits vereinbart sei, die Hälfte des Pakets – das ursprünglich unter dem Name «Excalibur» geschnürt wurde – aus forderungsbesicherten Papieren an Lone Star zu veräussern.
Ferner stünden die beiden Parteien kurz vor einer Einigung über den Verkauf eines Grossteils des restlichen Pakets, heisst es weiter. Wie der Informationsdienstleisters CoStar berichtet, befinden sich in dem Portfolio unterschiedliche Darlehen sowie verbriefte Kredite, die mit deutschen, schwedischen, britischen und französischen Immobilien besichert sind. Die Bundesbank kommentierte die Meldungen nicht, bestätigte allerdings, dass sie im Auftrag des Eurosystems die Wertpapiere abstosse, die Banken hinterlegt hatten, bevor diese im Zuge der Finanzkrise im Jahr 2008 pleite gingen.



